Das KunstBüdchen zeigt unter dem Titel Linienlied seit dem 14. März 2026 eine Installation der Düsseldorfer Künstlerin Utta Hagen. Zunächst als Kirchenmalerin ausgebildet studierte Utta Hagen anschließend an der Akademie der Künste in München bei Daniel Spoerri bevor sie an die Kunstakademie Düsseldorf zu Gerhard Richter und David Rabinowitch wechselte und hier als Meisterschülerin abschloss.
Die Auseinandersetzung mit Architektur als umbautem Raum gehört für Utta Hagen zu einem festen Bestandteil ihres Werkes. Ihre Installationen machen aufmerksam auf das, was sonst unsichtbar bleibt.
Geschwungene Linien in leuchtendem Neon-Orange auf Papier und Folie versetzen den Innenraum des Büdchens in Schwingung. Die Bewegung springt von einem Blatt zum anderen, kreuzt den Raum bis an seine Grenzen und scheint dabei einer unsichtbaren Choreografie zu folgen, die sich durch die Anordnung der Blätter zueinander und den Verlauf der Linien auf den Blättern ergibt. Tänzerisch erobert sich so die Farbe mit seiner besonderen Strahlkraft den Raum und reicht besonders in den Abendstunden in den Straßenraum hinaus. Von dort aus können die Betrachtenden das Geschehen durch die beiden großen Schaufensterscheiben beobachten und werden zugleich unweigerlich Teil der Szenerie.
Die Installation, die speziell für das KunstBüdchen entstanden ist, steht mit ihrer Wahl der Mittel, die auf das Wesentliche reduziert sind, mit ihrer Betonung der Räumlichkeit und der Interaktion mit den Betrachtenden in der Tradition des Minimal.
Und vielleicht entsteht so im Geiste eines jeden Zuschauenden durch die Komposition im Rhythmus der Farbe ein ganz eigenes Linienlied.
1965 geboren in Bayreuth Biografie 1984-1987 Lehre als Kirchenmalerin Ausstellungen (Auswahl) 2026 „wir hier oben“ Städtische Galerie Torhaus Rombergpark Dortmund (G) |